Text und Fotos Friedrich Klawiter
MAGICAL WORLD OF CIRCUS
Weert, 25. April 2026

https://magicalworldofcircus.com
„Magical World of Circus“ von Sandor und Gabi Donnert ist ein besonderes Kleinod in der Circuswelt. Das junge Unternehmen hat über die Jahre ein formidable Entwicklung genommen. In dieser Saison bietet man erneut ein hervorragendes Programm in einem sehr feinen Rahmen, das dank einer exzellenten Regie zu einer erlesenen Show geformt wurde.
Auf einer geräumigen Rasenfläche inmitten eines Wohngebietes der Gemeinde präsentiert sich der schmucke Circus in hervorragender Weise.
Der dekorative Zierzaun schließt zusammen mit dem nostalgischen Kassenwagen das Gelände an der Frontseite ab. Das hohe rote, opulent mit goldfarbenen Elementen verzierte Portal markiert den Weg in die Zeltstadt und ein Zeltdach komplettiert diesen Bereich. Ein weiteres Dach spannt sich über den Weg ins neue geräumige Vorzelt, dessen Farben und Dekor bestens mit denen des Chapiteau korrespondieren.
Die Fahrzeuge des Circus und der Artisten sind in exakten Reihen entlang der Platzseiten parkiert.
Ein neues fünfreihiges Schalensitzgradin wurde vor Kurzem in Betrieb genommen und bietet den zahlreichen Besuchern einen höheren Komfort. Die Bestuhlung der Logen wurde ebenfalls erneuert, nun stehen hier gepolsterte Klappstühle zur Verfügung.
Der elegante Artisteneingang aus rotem Samt und goldfarbenen Borden trägt den Circusnamen und unzählige Lämpchen lassen die Farben leuchten.
Die höchst umfangreiche Lichtanlage wird in exzellenter Weise eingesetzt und mit ihrer Hilfe entsteht ein stimmungsvolles und hervorragendes Ambiente, das die einzelnen Acts in perfekt in Szene setzt.

Ein riesiger „Ghettoblaster“ steht in der Manege und Clown André versucht durch hantieren an der „Antenne“ den Musikempfang zu optimieren. Schließlich hat er Erfolg und die Show beginnt mit dem Magic Act von Joseph Popey. Temperamentvoll und gekonnt präsentiert der Magier mit seinen beiden Assistenten die verschiedenen Großillusionen.
Der Sprechstallmeister, Mr. Niels, heißt das zahlreich erschienene Publikum herzlich willkommen. In eloquenter Weise stellt er die Mitwirkenden vor und versteht es ausgezeichnet vielseitige Informationen zu vermitteln.
Turbulent geht es beim Kascadeur Act des Duo Lagroni zur Sache. Energiegeladen agieren die beiden sympathischen Artisten und würzen den Auftritt mit reichlich Slapstick. Luftakrobatik am Netz präsentiert Gino Ramos in kraftvoller und eleganter Manier. Mit einem strahlenden Lächeln agiert er in der Kuppel, die mit weiten Flügen gefüllt wird.

Seit vielen Jahren begeistert Clown André mit seinen durchdachten und liebevoll gespielten Reprisen sein Publikum. Er verkörpert den netten Typen von nebenan, der mit seinen Ideen und Projekten immer wieder an der Tücke des Objektes scheitert. In seiner ersten Szene steht ein Toaster im Mittelpunkt des Geschehens. Mit großer Geste wird das Gerät präsentiert und die beiden Toasts platziert. Sie sollen schließlich vom Gerät in einen Fangkorb auf des Clowns Kopf geschossen werden – jedoch fliegen nicht die Toasts empor..... Wenig später steht Drachen steigen auf der Agenda, doch es herrscht Flaute im Zelt. Ein Junge aus dem Publikum wird zu Hilfe gerufen, doch auch diese Aktion nimmt nicht das gewünschte Ende. Ein Klassiker in Andrés reichhaltigem Repertoire ist das grandiose Duett mit sich selbst, das er mit unnachahmlichen Mimik singt. Zu guter Letzt erleben wir einen romantischen Moment beim Konzert auf Fingerpfeifen.
Die „Dancing Collies“ von Amber Karstens faszinieren und begeistern immer wieder – einerlei wie oft man diesen einzigartigen Act erleben durfte. Mit unvergleichlicher Präzision und Spielfreude tollen die beiden Hunde mit ihrer Vorführerin durch die Manege. In höchstem Tempo, ohne jedes Zögern werden die minimalen Zeichen befolgt. Der Act zeigt sich leicht verändert - seit Kurzem ist ein neuer junger Collie mit dabei und auch einige Tricks sind neu – doch ändert dies nichts an der Präzision und Perfektion des Acts.
Mit einem weiteren Spitzenact geht es in die Pause. Diabolojongleur Ezra Veldman begeistert mit seinem enormen Können. Die abwechslungsreiche, viele anspruchsvolle Tricks enthaltende Kür wird spielerisch leicht wirkend präsentiert. Schließlich sind es vier Diabolos, die der sympathische junge Mann zur gleichen Zeit auf der Schnur rotieren lässt.

Den zweiten Teil der Show eröffnet Bounce-Jongleur Nicolas Lagroni. Er beherrscht sein Metier perfekt. Mit drei, fünf und sieben weißen Bällen erfolgen die vielseitigen Muster in erstklassiger Weise und in einer kurzen Sequenz werden gar acht Bälle beherrscht.
In einem weiteren Jongleur-Act ist seine Mutter Irina ist mit ihrer mitreißenden Antipoden Darbietung zu erleben. Eine große Walze und bis zu vier kleinen Teppichen bestimmen den ersten Teil der Darbietung. Zum Höhepunkt des Auftritts jongliert sie einen Ball über mehrere Etagen eines leiterartigen Gestells in einen Korb.
Einen spektakulären Auftritt in Zeltkuppel absolviert Regina Laruss an den Strapaten. Sehr viele anspruchsvolle und kräftezehrende Tricks werden in hervorragender Ausführung gearbeitet.
Als finale Darbietung sind die Skating Donnert mit ihrer erstklassigen Darbietung zu erleben. Eine umfassende Abfolge der hochkarätigen Tricks des Genres werden in exzellenter Manier gearbeitet und zum Höhepunkt des Auftritts bietet das junge Paar eine einzigartige Leistung. Im Zahnhang, ohne Sicherungsriemen um den Nacken, rotiert die Artistin um ihre Längsachse während sie von ihrem Partner im Nackenhang umher gewirbelt wird.
Das flott ablaufende Finale vereint das Ensemble noch einmal in der Manege und Sprecher Mr. Niels verabschiedet ein überaus zufriedengestelltes Publikum, das seiner Begeisterung mit lang anhaltendem frenetischem Applaus Ausdruck verleiht.
Das komplette Ensemble nimmt vor der Gardine Aufstellung und alle Interessierten haben nun die Gelegenheit zu einem Gruppen-Selfie mit den Artisten.
https://www.zirkus-charles-knie.de/