Text und Fotos Friedrich Klawiter
CIRCUS RONELLI
Ägidienberg, 02. Mai 2026

https://circus-ronelli.de
Im zehnten Jahr ist der Circus Ronelli von Fernando Trumpf und seiner Familie nun auf der Reise. Das schmucke Familienunternehmen überzeugt mit einem höchst gepflegten Erscheinungsbild und einem vielseitigen und unterhaltsamen Programm, das in allererster Linie auf ein jugendliches Publikum ausgerichtet ist.
Auf dem großen Wiesengelände in Ägidienberg präsentierte sich das schmucke Unternehmen in Perfektion. Das gesamte sehr gepflegte Material strahlt in den Hausfarben rot, weiß und gold. Eine attraktive Front nimmt die zur Straße gerichtete Frontseite ein. Viel goldfarbener Zierrat und Ornamentik verleiht dem rot-weißen Zierzaun Eleganz und ein besonderes Flair und mittig ist, mit einem gewölbten Zeltdach versehen, die Einlass-Sperre integriert. Vom geräumigen Vorzelt wurde, angesichts des warmen Sommerwetters, nur das Dach aufgestellt und von dessen Giebel leuchtet den Besuchern der Circusnamen entgegen.
Der gleichfalls üppig dekorierte Kassencontainer hat seinen Platz vor der Front, an deren Ende ein, optisch hervorragend passendes Kinderkarussell fröhlich seine Runden dreht.
Zwei dekorative Oberlicht-Schindelwagen sind beidseits des Vorzeltes platziert und sind ein hervorragender Blickfang.
Die Wagen für den Materialtransport nehmen die linke Platzseite ein, während rechts die Wohnwagen aufgefahren sind.
Ein rot-weiß gestreiftes Zwei-Masten Chapiteau, mit goldfarbenen Akzenten, ist die Spielstätte des Circus Ronelli. Seine Mastspitzen tragen goldene Kronen und das Vordach über dem Entrée empfängt die Besucher mit einem imposanten Portal.
Zusammenfassend kann man sagen, der Circus Ronelli wirkt wie einem Bilderbuch entsprungen.
Der erstklassige optische Eindruck setzt sich im Zeltinnern nahtlos fort. Ein vierreihiges Bankgradin und elegante rote Logen, mit drei Reihen gepolsterter Stühle füllen den Raum um die Manege. Der hintere Zeltbereich wird vom hohen, rot-goldenen Artisteneingang aus rotem Samt abgeschlossen. Der Verkaufsstand der Circusrestauration hat seinen Platz gleichfalls im Zelt.

Direktor Fernando Trumpf begrüßt eloquent sein Publikum und gibt die Manege für die erste Darbietung frei. Seine älteste Tochter, die siebzehnjährige Melina, präsentiert ihre Kautschuk-Akrobatik auf einem weißen Flügel. Geschmeidig absolviert sie ihre Kür, die zahlreiche ansprechende Tricks des Genres beinhaltet.
In zwei weiteren Auftritten sehen wir den Teenager im Verlauf der Vorstellung wieder. Zunächst agiert sie in der Zeltkuppel am Luftring. Gekonnt erfolgen die zahlreichen Tricks, die in einem harmonischen Ablauf schwungvoll dargeboten werden. Schließlich präsentiert Melina Trumpf ihr Können mit den Hula Hoop Reifen und stellt charmant ihre Vielseitigkeit unter Beweis.
Skyla, Melinas jüngere Schwester, hat eine attraktive Luftnummer einstudiert. Temperamentvoll fliegt sie an einem schwarzen Röhrenkubus durch die Kuppel, absolviert unterdessen ihre umfangreiche Abfolge vieler verschiedener Tricks der Luftakrobatik.

„Der Mann mit dem eisernen Kinn“ - ein inzwischen nur höchst selten gebotener klassischer Circus-Act sieht Direktor Fernando Trumpf in Aktion. Als leichte Aufwärmübung werden Jonglierkeule und ein Ring balanciert, dann folgen Pyramiden mit bis zu vier Stühlen. Schließlich folgen eine Leiter und zum Höhepunkt des Auftritts eine Schubkarre, die wie alle Gegenstände sicher auf der Kinnspitze im Gleichgewicht gehalten werden.
Vor der Pause präsentiert Fernando Trumpf die große Dinosaurier-Show des Circus Ronelli. Nachdem er zunächst die Manege mit kleineren Dino-Puppen umrundet und die Kinder in den Logen diese berühren können, erscheint ein großer „lebender“ Dinosaurier. Er löst Begeisterung und Erstaunen bei den jungen Besuchern aus und die avisierte Gelegenheit zu einem gemeinsamen Foto, wird in der Pause von sehr Vielen gerne angenommen.
Weitere Auftritte sorgen hauptsächlich bei den kleinsten Besuchern für große Augen. So trabt eine aufblasbare Einhornfigur einige Runden um die Manege und der Transformer „Bumblebee“ ist bereit für einige Handshakes. Im zweiten Teil der Show erleben wir den Kostümelefanten „Jumbo“, zu dem alle Kinder in die Manege kommen dürfen um gemeinsam das „Fliegerlied“ zu singen.

Natürlich sind auch die beiden jüngsten Mitglieder der Familie, die elfjährigen Zwillinge Nebio und Neyphan in der Manege zu erleben.
Nebio ist Clown „Charly“. In dieser Rolle spielt er mit den Zuschauern Ball und gibt, an Stelle weisungsgemäß die Manege zu reinigen, den coolen Rocker. Im zweiten Teil der Show sehen wir den jungen Artisten auf der Rola Rola. Sicher versteht er es auf dem labilen Requisit die Balance zu halten, durch einen Ring zu steigen und Reifen kreisen zu lassen.
Neyphan ist mit zwei Jongleur-Nummern im Programm vertreten. Zunächst manipuliert er in bekannter Weise Teller und lässt bis zu zwölf zur gleichen Zeit auf den Stäben rotieren. Als Schlussnummer sehen wir seinen abwechslungsreichen Jonglage Act mit Tennisbällen, Keulen, Ringen und Messern. An diesem Wochenende ist sein Cousin Lennart zu Besuch und in einigen Passagen in den Auftritt eingebunden. Die abschließenden Routinen absolviert der Nachwuchskünstler effektvoll mit Fackeln.
Das Finale versammelt die sehr engagiert agierende Circusfamilie in der Manege. Fernando Trumpf verabschiedet ein sehr zufriedenes und zahlreiches Publikum, das mit lebhaftem Applaus dankt.
Die Familie Trumpf betreibt ihren Circus Ronelli mit Herzblut und mit hohem Einsatz hat man über die Jahre ein schmuckes Unternehmen aufgebaut, das unbedingt einen Besuch lohnt.
https://www.zirkus-charles-knie.de/